Milford Sound - von Te Anau über den Milford-Highway

Heute brechen wir auf in Richtung Milford Sounds, um bei Dauerregen vom Highway (SH94) aus das Fiordland zu erleben. Wir starten vormittags, um den vielen Reisebussen zu entgehen, in denen mittags die Ausflugsgruppen am Sund entlang kutschiert werden.

Unterwegs legen wir (trotz wirklich enorm viel Regen) viele kurze Zwischenstopps ein, um die Landschaft zu genießen und natürlich das ein oder andere Bild zu schießen. Nach 77 Kilometern und während einer Regenpause beschließen wir, an dem wirklich malerisch gelegenen DOC-Campingplatz Cascade Creek für 12 $NZ zu übernachten. Auf dem weitläufigen Platz (früher ein Rastplatz der Maori-Gruppen, die auf der Suche nach Jade waren) genießen wir die Abendsonne (juhu, endlich mal wieder Sonnenschein!) und schmieden im Scheinbuchenwald - an einem wunderschönen Fluß sitzend - Pläne für den kommenden Tag.

Von Vogelgezwitscher geweckt, machen wir uns weiter auf in Richtung Milford Sound. Wir überqueren den niedrigsten Ost-West-Pass der Neuseeländischen Alpen, sehen riesige Wasserfälle, und erreichen schließlich den Homer Tunnel.

„Bei einem weiteren Zwischenstopp (zwecks Fotomotiv) kurz hinter dem Tunnel treffen wir auf einen Kea (ein neuseeländischer Bergpapagei), der völlig durchnässt auf etwas Futter hofft.“

Die 1270 Meter lange Einbahnstraße, die durch den Tunnel führt, wird durch eine Ampelanlage geregelt. Wir warten einen kurzen Augenblick und rollen dann langsam und vorsichtig über die unebene Straße den dunklen Tunnel entlang. Besonders Jakob ist von diesem Abschnitt der Strecke sehr fasziniert. Als wir das Tageslicht erreichen, möchte er gleich wieder zurück. Wir vertrösten ihn auf den Rückweg und erreichen den Milford Sound schließlich bei erneut strömendem Regen.

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Der wohl atemberaubende Blick auf dessen Szenerie (von Bäumen bewachsene Felslippen und viel, viel Wasser) bleibt uns leider vergönnt. Also trinken wir schnell einen Kaffee (Jakob einen großen Kakao) und machen uns nach einer ausgedehnten Spielpause für Jakob (in der Raststätte gibt es Spielsachen und ein Spielzelt!) gleich wieder auf den Rückweg - also schneller in den Tunnel als gedacht!

Bei einem weiteren Zwischenstopp (zwecks Fotomotiv) kurz hinter dem Tunnel treffen wir auf einen Kea (ein neuseeländischer Bergpapagei), der völlig durchnässt auf etwas Futter hofft. Wir schlängeln uns zurück Richtung Süden und erreichen nach weiteren 2 Stunden Fahrt am späten Nachmittag einen kleinen Farm-Campingplatz in Mossburn, auf welchem wir für eine Nacht einen Zwischenstopp einlegen. Hier darf Jakob die Tiere der kleinen Farm (Alpaka, Schafe, Hühner) füttern, was ihm trotz des schlechten Wetters großen Spaß bereitet.

Unser Resumee der letzten Tage: Das Fiordland gehört zweifelsohne zu den schönsten Regionen der Erde, aber ob man diese bei Sonnenschein erwischt oder nicht, gleicht offensichtlich einem Lotteriespiel. Wir hatten leider nicht so viel Glück, haben das, was möglich war, aber trotzdem sehr genossen. Etwas Wehmut bleibt natürlich... So schön es ist, mit dem Camper zu reisen - bei schlechtem Wetter über längere Zeiträume kommen wir als kleine Familie manchmal an unsere räumlichen Grenzen. Auch für Jakob ist es dann nicht immer einfach, ist sein Aktionsradius bei Regen doch sehr auf den Camper festgelegt: Und er ist ja so gerne unterwegs und liebt es, die Welt zu entdecken. Der Wetterbericht für die nächsten Tage verpricht endlich wieder Sonne. Und darauf freuen wir uns sehr!

Tags: Milford Sound, New Zealand, Neuseeland

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