Verregnetes Fiordland - Doubtful Sound

Nach unserer ersten Nacht am Lake Te Anau stärken wir uns mit einem leckeren Frühstück und machen uns auf zu unserem ersten richtigen Trek. Auf dieser ersten und leider (aufgrund des immensen Dauerregens) auch einzigen Wanderung im Fiordland begeben wir uns auf einen Teil des Kepler Treks. Der Kepler Trek gilt als einer der am besten geplanten und heute beliebtesten Treks Neuseelands.

Der von uns ausgewählte Abschnitt führt uns an das südliche Ende des Lake Te Anau und wieder zurück. Wir schlängeln uns entlang des Seeufers durch friedvolle Scheinbuchenwälder und genießen den wunderbaren Ausblick auf den See. Jakob hat natürlich von der Kraxe aus die beste Aussicht…

Leider holt uns auf halbem Rückweg der Regen ein und trotz Wetterfester Kleidung sind wir nach drei Stunden froh, unseren Camper zu erreichen. Im örtlichen Supermarkt machen wir noch schnell einen Einkauf - Jakob als Selbstfahrer im Shopping Car (sobald wir einen Supermarkt ansteuern sucht Jakob gleich immer nach den Autos).

Nach einem Tag mit Entspannung und Spielplatz in einem Holiday Park am Lake Te Anau klingelt unser Wecker (und das ist in dem Fall nicht Jakob!!!) am nächsten Morgen um 5:00 Uhr. Jakob haben wir am Vorabend erklärt, dass wir einen Ausflug machen und früh raus müssen.

„Während wir genau den gleichen Weg zurück tuckern, darf Jakob auf dem Boot sogar kurz das Steuer übernehmen und Skipper spielen.“

Wir haben uns zu dieser unsäglichen Zeit nämlich für eine Tour durch den Doubtful Sound entschieden. Der Doubtful Sound ist einer der größten Sunde Neuseelands (dreimal so lang wie der Milford Sound) und gilt als das Herzstück des Fiordlands. Um 6:15 werden wir also von unserem GO ORANGE Shuttle abgeholt, der uns zum Bootsanleger in Pearl Harbour in Manapouri kutschiert.

Manapouri ist der Ausgangspunkt für eben diese Touren. Pünktlich um 7:15 Uhr nehmen wir (bei verregneten 15 Grad) mit etwa 20 anderen frühen Vögeln ein Boot zur Überfahrt über den Lake Manapouri zum Kraftwerk am West Arm. Dort angekommen schließt sich eine 22km lange Busfahrt über den Wilmot Pass nach Deep Cove (ständige Einwohnerzahl: 2) an, wo wir ein weiteres Boot für die eigentliche Tour auf dem Doubtful Sound besteigen.

In der prächtigen Wildnis des Sounds angekommen, können wir die zackigen, wie gemeißelt wirkenden Berge, die dichten Wälder und die unzähligen donnernden Wasserfälle aufgrund des unaufhörlichen Regens und der Wolkenfelder leider nur erahnen. An der Spitze des Fjordes - dem Nee Istets - angekommen, beobachten wir eine unglaublich große Robbenkolonie, die auf einem riesigen Felsen platzgenommen hat.

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Während wir genau den gleichen Weg zurück tuckern, darf Jakob auf dem Boot sogar kurz das Steuer übernehmen und Skipper spielen. Der Bus, welcher uns wieder zurück über den Pass manövriert, legt noch ein paar Zwischenstopps ein und während Jakob seinen Mittagsschlaf auf unserem Schoss verbringt, fangen wir das ein oder andere Fotomotiv ein: Wasserfälle, alte Riesenbäume und einen Weka (einer der flugunfähigen Vögel des Landes).

Erschöpft von unserer semi-erfolgreichen Tour erreichen wir am Nachmittag den Holiday Park und genießen eine warme Dusche im Family Room des Campingplatzes (Jakobs Ansicht nach wie unser Bad zuhause). Nach einem gemütlichen Essen fallen wir anschließend gemeinsam zum erneut prasselnden Regen ins Bett.

Tags: New Zealand, Fiordland, Doubtful Sounds

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